Die SyntStation-App von Akai Professional ist ein vollwertiger Synthesizer auf dem iPhone, iPod touch oder iPad. Man muss natürlich mit ein paar Einschränkungen leben, insbesondere bei dem kleinen Bildschirm des iPhones. Für alle Besitzer eines iPad (2) folgender Hinweis. Die App zeigt eigentlich die gleichen Bildschirme wie auf dem iPhone, nur das alles größer ist. Damit muss man sich zwar von iPhone kommend nicht umgewöhnen und vieles ist einfacher zu bedienen, weil die Regler und Knöpfe größer sind. Nur leider wird oft das mehr an Platz nicht sinnvoll genutzt. Schade.
Aber kommen wir mal zum Inhalt der App. Der Startbildschirm zeigt ein nettes Hintergrundbild, große den Schriftzug Akai Professional und oben 4 Buttons: Menu, Setup, Help und About. Die Bedeutung der Buttons ist wohl selbsterklärend. Hinter Setup verbinden sich allerdings nur recht wenige Einstellungen, hauptsächlich fürs Metronom. Der Startbildschirm hätte ruhig etwas sinnvoller genutzt werden können.
Das Menü besteht aus 12 große Buttons, die zu den Haupt-Bereichen der App gehen.
- Main - der Startbildschirm
- Song/Seq - Song und Sequenzen (Songteile) und Zugang zum Recorder
- Perform - eine Klaviatur zum spielen
- Sounds - Auswahl der 64 Sounds
- Mixer
- X/Y - ein großes X-Y-Pad bzw. einen virtuellen Joystick
- Synth Edit - Bearbeitung der Sounds (Oszillatoren 1-3, Vcf, Filter, Vca, Lfo, ...)
- Grid Edit - Grid-Darstellunge der zu spielenden Noten
- Tempo - Einstellung des Tempos per Schieberegler oder durch TAP
- Drum Kit - 7 verschiedene Drumkits und 9 Buttons zum drauf los drummen
- Drum edit - Tonhöhe, Lautstärke und Panorama für jeden der 9 Drum-Buttons getrennt
- Effects FX - die Effekt-Sektion
Sehr wichtig ist der Transport-Button oben rechts (der auf fast allen Seiten außer der Startseite kommt). Damit steuert man, welches Instrument man grade bearbeitet (Schlagzeug oder einen der 3 Synths) und hat die Aufnahme und Transport-Buttons (Stop, Play, Record, Zurück, Vor). Die Sound-Auswahl ist sehr stark auf elektronische Musik zugeschnitten und enthält Flachen, Leads und Synths, aber nichts in Richtung traditioneller Instrumente. Aufgefallen ist mir teilweise ein recht hoher Lautstärke-Unterschied der vorhandenen Sounds, manche sind sehr leise und manche recht laut. Man kann diese ja aber mit dem Synth-Edit alle selber bearbeiten und auch mit dem Mixer die 3 Synths und die Drums (also die Kanäle) noch abmischen. Mit der Klaviatur sind die Synths nur monoton spielbar (zumindest hab ich es nicht anders hinbekommen). Über das Grid lassen sich die Klänge aber sehr wohl polyfon spielen.
Bei den Effekten gibt es Phaser, Flanger, Chorus und Delay (oder die Auswahl "kein Effekt"). Es kann immer nur ein Effekt gleichzeitig aktiv sein. Die Effekt-Intensität lässt sich für die Kanäle aber einzeln einstellen.
Über den Recorder (nicht zu verwechseln mit dem Record-Button unter Transport), lässt sich ein Song mitschneiden. Um ihn herunterzuladen, muss man dann mit einem Browser von einem anderen Computer auf das iPhone bzw. iPad zugreifen. Finde ich etwas umständlich. Per email versenden wäre auch nett gewesen.
Alles in allem ist der Funktionsumfang sehr hoch. Vor allem wenn man den momentanen Einführungspreis von 1,59 Euro bedenkt. Für alle, di e nicht nur klassische Musik mögen, eine klare Empfehlung.
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